Was ist Kerf? Warum jede Schnittliste ihn braucht

Die Breite deines Sägeblatts verändert still jede Messung. So gehst du richtig damit um.

Kerf definiert

Kerf ist der Schlitz, den die Säge beim Schneiden entfernt — das in Sägemehl verwandelte Material. Ein Sägeblatt ist keine Linie der Breite null: typische Werte sind 2–3,5 mm bei Kreissägen, 1–1,5 mm bei Bandsägen und unter 1 mm bei Laser- und Wasserstrahlschneiden.

Warum er sich summier

Drei 2000-mm-Teile aus einer 6000-mm-Stange scheinen exakt zu passen. Mit 3 mm Kerf brauchst du 6018 mm — das letzte Teil ist 18 mm zu kurz. Das ist der häufigste Grund, warum handschriftliche Schnittlisten scheitern.

Kerf in beide Richtungen bei Platten

Bei Platten wirkt Kerf auf Längs- und Querschnitte gleichermaßen und reduziert nutzbare Breite und Höhe. Der Plattenzuschnitt-Rechner reserviert Kerf zwischen allen Teilen, horizontal wie vertikal.

Miss deinen eigenen Kerf

Säge ein Reststück, miss die Schlitzbreite an mehreren Stellen und bilde den Mittelwert. Ein Blatt mit Seitenschlag oder Stumpfheit schneidet breiter als der Nennwert. Trag den gemessenen Wert — nicht den Katalogwert — ins Kerf-Feld ein.

Fazit

Kerf-Bewusstsein ist der Unterschied zwischen einem Plan, der funktioniert, und einem, der einen Nachschnitt kostet. Beide NestingCalc-Rechner führen ihn als eigenständige Eingabe — nutze sie.

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